Mittwoch, 13. Februar 2013

Walking in Beijing

Beijing is surprisingly unpleasant to walk.

Every metro has 4 exits, and you’ll be damned if you take the wrong one. You can’t just walk back into the metro, for that will cost you a fee. And streets are very nearly uncrossable, almost everywhere. You best cross only on traffic lights. The light that the traffic light shows is of no importance; but near traffic lights, the traffic is slow enough to attempt a crossing.

Here’s an example. We live around 70 meters away from the platforms of the Beijing north railway station. But as you might be able to make out in the picture, the station has no exit in our direction. It has only one exit, in the top left of the picture.

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To get from the station to our hotel (where the picture was taken), you walk along the top edge of the picture to the right, for over a kilometer, walk around a subway stop, and then walk to our place, for a total of 2 kilometers.

Dienstag, 12. Februar 2013

Temple of Earth

During the Chinese New Year, we got caught in two crowds already. The video below is the Temple of Earth. There, it was empty enough so I dared move my hands for a second to shoot the short clip.


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It’s hard to feel the numinous there. I’m vaguely reminded of our visit at the pantheon. There, it was not only the number, it was also the constant sound of a shutter, that forbade any feeling of numerous. At the pantheon, it hurt me more than elsewhere, because it is, in a way, the temple of secularists, of us. It was built for all religions, which is to say: for none.
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Freitag, 21. Dezember 2012

On economical thinking that attempts to maximize happiness

I’m an economical layman, but there’s a kind of economical thinking that strikes me as wrong. The argument goes along the lines of: It’s good when a rich man buys luxury, because then money finds its way into the economy and ultimately into the hands of poor people.

I think the reverse is true. To see why, we should shift the focus away from money and towards goods. Ultimately, the goal of a society should be happiness for as many as possible. Happiness necessarily requires a certain minimum of goods: shelter, food, perhaps means of mobility. Let’s have a small gedankenexperiment.

Suppose that on a small island chain of 20 islands, there are 20 people, and just enough space to give each person sufficient shelter: every person needs an entire (tiny) island. Clearly, in this economy, if the space isn’t distributed equally, happiness will suffer.

Now suppose that a rich guy owns half the space. He might like kitschy gardens that everyone else finds appaling. So, he he has two gardens planted on two islands, and the rest of his islands he lets to workers in exchange for them making his gardens more kitschy.

So, what happened to happiness? Seven islanders are working hard to increase the rich guy’s happiness … but can that offset the unhappiness caused by the workers’ daily commute and exposure to kitsch? My intuition is a clear no. With their time, the islanders could be researching spline spaces, make compilers faster, or figure out how to travel to other stars. And they could, ideally, do that with everyone having enough space.

I grandiosely deduce that unequal distribution of money may not immediately lower happiness, but luxury spending certainly does. Luxury spending is the kind of spending that generates comparatively little happiness for the resources being spent. Those resources, thru a smart distribution scheme, could be generating more happiness.

In the real world, when a rich person is flying his private airplane from Berne to Paris in order to arrive one hour faster, the resources in oil, material and work time that the flight consumes might have been spent allowing a group of families to reunite via train over the holidays, producing more happiness.

And here’s a scary thought: we’re all rich people compared to third world countries’ inhabitants. We’re all taking from poor people’s ability to meet their loved ones over the holidays by spending oil on trivia.

To me, this confirms the nauseatingly-oft voiced opinion that some correcting, money-channeling influence of the law can increase overall happiness. But there’s a less-heard corollary of our discussion: policy must control population size. Our island chain might have been fine, even with imbalanced resources, were there only 10 islanders. A limited set of resources cannot be used to provide an unbounded number of people with a minimum standard of living.

So, think about this when donating to campaigns that increase population size by feeding more people: your action may be counterproductive. We should, however, all take action for campaigns that limit population size by empowering women or distributing condoms.

Donnerstag, 2. Februar 2012

Die jüngste Welle von Legislatur gegen die Meinungsfreiheit

In meiner Zeit in Deutschland aufzuwachsen hieß, kollektiv über unsere Großeltern die Köpfe zu schütteln. Die jüngste Welle gefährlicher Legislatur (der jüngste Streich ist der Protect Children from the Internet Act in den USA–––nicht dass an europäischen Exemplaren mangeln würde) erlaubt es mir, mich einzufühlen.

Na fein, vielleicht sind die heutigen Gesetze zum Schutz von Jugend und Urheberrecht nicht ganz so ernst wie die Pendants zu Zeiten meiner Großeltern. Andererseits: Dachten vielleicht meine Großeltern das Pendant exakt dieses Gedanken? Wurden nicht die Zensurgesetze, die die Nazis so genossen, nicht schon (unterstützt von Theodor Heuss!) in der Weimarer Republik erlassen? Zum Schutz der Jugend, wenn das Gedächtnis nicht trügt?

Die Werte der Aufklärung müssen von Generation zu Generation mit dem Messer verteidigt werden. Denn wenn man nur einen Moment nicht guckt, ist es sehr schnell viel zu spät.

Und andererseits: ich habe ja keine Zeit. Die Doktorarbeit muss geschrieben werden. Und es gibt ja noch Intellektuelle wie Christopher Hitchens, die jeweils laut und deutlich sagen, was gesagt werden muss.

Halt, starb nicht Hitchens vor ein paar Wochen? Verflixt. Es wird nicht besser.

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Worin soll man arbeiten?


Ich finde einen Blick in die Statistik, wer wie viele Menschen einstellt, ernüchternd. Die Voraussetzung für Zivilisation ist, dass eine Minderheit die Mehrheit füttern kann, und das funktioniert: nur 10 % der  Bevölkerung (gemeint ist immer die arbeitende Bevölkerung) arbeiten im Agrar-Sektor. Aber was soll der Rest tun?
Man könnte in einer Fabrik arbeiten und irgend etwas zusammensetzen, dass sich ein anderer ausgedacht hat. Das tun 12 % der Bevölkerung. Man könnte anderer Leute Produkte durch die Gegend fahren. Das tun 3 % der Bevölkerung. Man könnte für den Staat arbeiten und seine Mitmenschen zwingen, Dinge in Formulare einzutragen, die dem Staat schon bekannt sind. Das tun 15 % der Bevölkerung.
Unsere Vorfahren stapften durch die Savanne und errieten neue Arten, große Säugetiere zu töten. Die, die darin gut waren, lebten lang genug um eigene Nachfahren zu haben. Sind wir so weit gekommen, um jetzt nur noch eine kleine Elite für den Rest im Arbeitsalltag denken zu lassen?
Ich habe keine Illusionen über das Leben meiner Vorfahren. Vor nur 70 Generationen sahen meine Vorfahren die meisten ihrer Verwandten verhungern, bevor sie 30 wurden. Meine Vorfahren waren die Wenigen, die Nachwuchs zeugen konnten, der lang genug lebte, um selbst Nachfahren zu haben.
Und doch waren sie anders als wir: Sie lebten frei und unabhängig und verbrachten den Tag mit ihren Familien. Sie wussten bestimmt mehr als ich darüber, wie Wolken aussehen. Ich sehe kaum nach oben. (Natürlich waren sie auch strohdoof. Wenn ich ihnen sagen würde, dass einer der Punkte am Nachthimmel ein Planet ist und kein Stern, mithin grundverschieden von den anderen, sie könnten mir kaum folgen.) Wie viel von diesem Stolz gibt es in der modernen Arbeitswelt?
Immerhin etwas. Vor einem Jahr saß ich zu Tisch mit einem Manager einer großen Supermarktkette. Jemand fragte ihn: Und, ab wann werden wir unsere Einkäufe online bestellen können, und sie werden uns nach Hause geliefert? Er winkte ab. Die Marge bei Lebensmitteln ist unfassbar gering. Mit dieser Marge kann man auf keinen Fall jemanden bezahlen, der die richtige Mischung aus dem Lager holt, zusammenstellt, und zu dir nach Hause fällt.
Und ich musste lächeln, denn: der Manager hat Glück an einem der wenigen interessanten Probleme arbeiten zu dürfen, die sich im modernen Wirtschaftsleben stellen. Wie bekommt man die Lebensmittel zum Kunden? Wie kann der Kunde seine Bestellung so absetzen, dass es nicht mehr Arbeit ist, als zum Supermarkt zu fahren? Welches Gerät braucht dafür ein Kunde? Welches Gerät ist der Schlüssel in den neuen Markt?
Irgend jemand wird diese Fragen beantworten können, und ich bin auf ihn schon jetzt neidisch. So sollte das moderne Leben sein. Das ist die Art Problem, die jeder Mensch bearbeiten dürfen sollte.
Ich selbst arbeite an wichtigen Problemen. Wie kann Software modularer werden? Wie können Entwickler leichter kollaborieren? Ich bin wohl einer der Glücklichen. Aber nur wenige können ewig an der Universität bleiben, und selbst die Computer-Industrie ist voller uninteressanter Probleme.
Kann das moderne Familienleben die uninteressante Arbeit ausgleichen? Ich zweifle. Kinder lernen nichts Interessantes von ihren Eltern. Der Einfluss des Elternhauses, der über die Gene hinausgeht, auf die Persönlichkeit des Nachwuchses ist nicht mehr messbar. (Siehe etwa “The Blank Slate”.) Meine Vorfahren brachten ihren Kindern noch alles bei, das sie wussten.
90 % der arbeitenden Bevölkerung müssen nicht mehr am einzigen arbeiten, das unerlässlich ist: an Nahrung. Diese 90 % könnten, falls die 10 % zustimmen, in einer Vielzahl von Welten leben, die wir selbst bestimmen können. Wir haben nie darüber abgestimmt, dass das moderne Leben so sein soll, wie es ist. Aber immerhin gibt es ja 193 unabhängige Mitgliedsstaaten der UN. Dazu noch ziemlich unabhängige Schweizer Kantone und US-Bundesstaaten. Aber nirgends hat irgend eine Gesellschaft etwas schlaueres Erfunden als das moderne Leben aus kleinen Eliten einem großen Rest.
Über das moderne Leben zu sinnieren ist nicht erbaulich.

Samstag, 29. Oktober 2011

Wie man etwas Gewicht verliert

Auf dem Weg dahin, 6 kg Gewicht zu verlieren, habe ich viel Zeug gelesen. Wahrscheinlich viel zu viel Zeug. Aber immerhin: genug, um es mir für die Zukunft merken zu wollen. Es gibt unfassbar viele Vorschläge und Studien, und ich habe versucht, nur Quellen zuzuhören, die Autorität ausstrahlen. Ich vertraue diesem Satz Quellen im Wesentlichen aus zwei Gründen:
  1. Sie widersprechen sich kaum.
  2. Ihre Empfehlungen haben bei mir funktioniert.
Ich zitiere in diesem Artikel aus dem Gedächtnis. Ich bin auch selbst kein Experte. Dies sind nur meine Erfahrungen, und mein Eindruck über die Expertenmeinungen, nachdem ich viel zu viel recherchiert habe.  Steve Jobs verlor wohl Jahre seines Lebens beim Versuch, Krebs mit einer veränderten Diät zu bekämpfen. Wenn man nach Empfehlungen zur Ernährung googelt, findet man sehr viel Fanatismus und wirres Zeug. Es ist irgend etwas an Ernährung, dass jeden glauben lässt, ein Experte zu sein. Oder darüber schreiben zu dürfen. Hmm …

Wie dem auch sei, das sind die Dinge, die ich gelernt habe:

Es gibt nur eine richtige Art, über Gewichtszunahme zu denken: das Kalorien-Soll-und-Haben-Modell.
Alles das hilft ist, um Gewicht zu verlieren und zu halten, ist, mindestens so viele Kalorien zu verbrennen wie man aufnimmt.
Es gibt unendlich viele Methoden, die behaupten, eine clevere Eigenheit der Verdauung gefunden zu haben, sodass, wenn man sie ausnutzt, man magisch Gewicht verliert. Ich habe einigen dieser Methoden hinterhergegoogelt, und keine der Theorien hinter ihnen besteht überhaupt erst kritische Überlegungen der Plausibilität, geschweige denn kritische Tests. Humbug sind beispielsweise Trennkost, Steinzeiternährung, Fleischdiät. Alle diese Theorien wollen die Verdauung austricksen. Niemand hat das bisher geschafft. Andererseits: 


Alle Diäten funktionieren.
Während Diäten gewöhnlich auf verschiedenen Arten von Humbug basiert sind, funktionieren sie alle trotzdem. Der blanke Akt, darauf zu achten, was man isst, reduziert praktisch immer auch die Menge. Und das funktioniert.

Ich sollte hier einschieben, dass Gewicht eigentlich ein schlechtes Maß ist. Wenn ich sage, dass ich mein Gewicht reduzieren wollte, meine ich eigentlich den Körperfettgehalt. Zuhause steht aber eine Waage herum und nichts, das den Körperfettgehalt misst. Nicht, dass es unendlich schwer wäre, ihn zu messen: die Dicke einer Hautfalte am Bauch korreliert mit dem Körperfettgehalt. Aber Gewicht hat auch seine Vorzüge: es gibt die Statur vor, die man ausfüllen wird, wenn man das Gewicht erreicht, ohne viel Körperfett zu haben.

Also, mein Ziel war, mehr Kalorien zu verbrennen, und weniger Kalorien aufzunehmen. Widmen wir uns zuerst der Verbrennung. Jeder weiß, wie man mehr Kalorien verbrennt, obwohl es auch hier Quatsch gibt. Unfug ist beispielsweise der Steh-Schreibtisch. Folgendes funktionierte für mich:

  1. Jeden Tag 3 km (einschließlich Berg) zur Arbeit und zurück radfahren. Ich fahre die Strecke schnell.
  2. An wenigstens drei Tagen der Woche Sport treiben. Meine Sportarten sind: Schwimmen, Basketball, Laufen, und gelegentliches Training der Bauchmuskeln. Jedes Training sollte mind. eine Stunde lang sein. Sport ist dann, wenn man schwitzt, erschöpft ist, schnell atmet und der Puls erhöht ist. 
  3. Bewegung. Während meiner sitzenden Arbeit stehe ich regelmäßig auf und watschele zum Wasserhahn, oder zum Kaffee-Automaten. Manchmal nur zum Fenster. Ich versuche, nicht zu lang unterbrechungslos zu sitzen. Lange Gänge am Wochenende sind gut.
  4. Es gibt wenig, dass so wichtig ist, dass ich dafür nicht trainieren gehe. Eine Weile lang habe ich Sport behandelt wie eine Freizeitbeschäftigung, die wichtigeren Dingen weichen muss. Das hat sich geändert: Sport ist unbedingt wichtig. Sport nicht regelmäßig zu treiben verkürzt das Leben, und eine höhere Priorität als zu leben habe ich nicht.
Weniger Kalorien aufnehmen:

Dieses Thema ist viel schwieriger. Es ist schon schwer genug, das Wort "gesundes Essen" zu definieren. 
Wir könnten, nur zur Probe,  eine Diät (im Sinn von: Ernährungsgewohnheit) folgendermaßen als gesund definieren: "Eine Diät ist gesund, falls sie auf Dauer weder zu Mangelerscheinungen noch zu Vergiftungen führt." Aber nun wäre es schwer, eine Diät zu finden, die nicht gesund ist. Da in den Industrienationen ohnehin viel mehr essen als wir sollten, bekommen wir praktisch keine Mangelerscheinungen. Gleichzeitig ist es dank Lebensmittelkontrollen schwer geworden, sich an Lebensmitteln zu vergiften. Unsere Definition würde auch die ganze moderne Ernährungswissenschaft ausschließen.

Leider ist die moderne Ernährungswissenschaft unhandlich. Beispielsweise scheint es tatsächlich Unterschiede zwischen verschiedenen Arten von Fetten zu geben. Konkret ist wohl das Fett in Margarine auf eine mysteriöse und ungreifbare Weise ungesünder als das in Olivenöl. Die Ernährungswissenschaftler sind sehr schlecht darin, zu erklären, warum das so sein soll. Oder, was überhaupt sie damit meinen. Aber sei es drum: die Tatsache ist, manches Essen ist besser als anderes, und man muss auswählen.

Ich habe also aus verschiedenen Quellen Faustregeln gesammelt. Ich habe genau kein Interesse, darüber nachzudenken, wie viele Arten Fette es gibt. Ich vertraue auch niemandem, der mit diesen Worten um sich wirft, wenn er nicht Ernährungswissenschaft studiert hat. Meine Recherchen zeigten vor allem, dass es kompliziert ist. So kompliziert, dass die besten Experten nicht empfehlen, über Arten Fette nachzudenken, sondern einfachen Faustregeln zu folgen. Meine Faustregeln folgen der New York Times und dem U.S. Department of Health and Human Services.


  1. Iss keine Nahrungsergänzungsmittel. 
  2. Vermeide Essen, das irgendwelche Behauptungen über die eigene Gesundheit macht. Auf einer Dose Cola, auf einem Big-Mac-Schachtel, stehen mehr Angaben über Nährstoffe und Kalorien als auf einem Bund Petersilie, einem Apfel, oder einem Laib Vollkornbrot.  
  3. Iss Dinge, die deine Großmutter fehlerfrei als Essen erkannt hätte. Generell ist Essen besser, das weniger verarbeitet wurde. Vollkorn ist besser als Weißbrot. Ein Apfel ist viel besser als ein Big Mac. Deine Großmutter hat Dinge noch selbst verarbeitet, direkt aus den Zutaten. Solches Essen ist gut. 
  4. Wenn du auswärts isst: Vermeide Finger-Essen. Essen auf Porzellan-Tellern ist besser.
  5. Wenn es unbedingt Finger Food sein muss: nimm die kleine Portion.
  6. Wenigstens zweimal in der Woche, koch selbst etwas. Wir kochen uns gerade durch das Foto-Kochbuch. Wir kochen jedes Rezept so exakt wie möglich. Selbst zu kochen ist unschlagbar. Man lernt die Zutaten besser kennen; der eigene Geschmack verfeinert sich. 
  7. Überspring keine Mahlzeit. Wenn du eine Mahlzeit überspringst, glaubt der Körper er müsste bald hungern, und überreagiert.
  8. Iss wenig bis nichts zwischen den Mahlzeiten. Wenn es unbedingt etwas sein soll, sind Nüsse besser als Süßigkeiten.
  9. Vermeide Soft-Drinks. Du kannst pro Tag nur eine gewisse Anzahl Kalorien zu dir nehmen. Soft-Drings schlagen hart ins Kontor.

Die Faustregeln haben den angenehmen Nebeneffekt von vorhin: wer auf seine Nahrung achtet, reduziert automatisch auch die Menge, und das war ja das Ziel.

"Vermeide" heißt für mich: den Konsum darin drastisch reduzieren. Ich vermeide beispielsweise Soft-Drinks, indem ich keine großen Soft-Drink-Flaschen mehr kaufe. Nehmen wir an, du kannst pro Tag 2000 kcal zu dir nehmen. Eine Dose Cola füllt davon 135 kcal. Das heißt: Wenn du gewöhnlich Wasser trinkst und ca. 2000 kcal zu dir nimmst, und das alles ist ja immer ungefähr, dann schießt dich eine Dose Cola vermutlich nicht über dein Ziel von 2000 kcal hinaus. Eine 1,5-l-Flasche dagegen enthält 615 kcal. du müsstest den Konsum echter Nahrung von 2000 kcal auf 1400 reduzieren, um nicht zuzunehmen. Das ist ungefähr dein gesamtes Frühstück. Aber wegen Faustregel 7 kannst du ja keine Mahlzeit überspringen. Das heißt: vermutlich wirst du zu viel zu dir nehmen.

Was ich sagen will ist: denk an die Dosis. Die Frage ist nicht so sehr, ob du überhaupt Cola trinkst oder nicht. Es liegt ein Himmelreich zwischen einer Dose und einer 1,5-l-Flasche. Das gleiche bei Schokolade: es spricht wenig gegen ein paar Quadrate. Aber eine ganze Tafel sind 500 kcal. Und du kannst pro Tage nur ca. 2000 kcal  insgesamt essen.

Zuletzt: ich zähle meine täglichen Kalorien nicht. Ich benutze Überlegungen wie die obigen, um grob abzuschätzen, was gut gehen wird und was nicht. Ich messe aber nicht exakt. Man weiß ja ohnehin nicht exakt, wie viele Kalorien man am Tag verbrannt hat, warum also die aufgenommenen Kalorien zählen?

Ok, diese Dinge haben für mich funktioniert. Ich bin jetzt seit Monaten ziemlich stabil 6 kg leichter als zu Beginn der Operation, und auch sonst bin ich fitter. Wenn Sie einem anderen auch helfen, freut mich das sehr, und sonst dienen sie meiner eigenen Referenz.

PS: es ist möglich, dass ich die Quellen später direkt verlinke.