Donnerstag, 30. Juli 2009

Schweizer Standarddeutsch. Sie nennen es Schriftdeutsch

Aus einer E-Mail an mich: "Wir haben die Mitteilung gekriegt, dass Sie eine neue Bestellung gemacht haben. Somit sehen wir den Fall als erledigt."

Vielleicht empfinden Schweizer das als normal, aber im Grosskanton schreibt man so nicht. Erstens einmal ist formales Schriftdeutsch deutlich viel gestelzter als das. Man "sieht" nicht, man betrachtet. Und Mitteilungen! Die kann man nicht "kriegen". "Kriegen" ist tiefste Umgangssprache; es ist ein Wort, das man im Grosskanton Deutschland überhaupt gar nicht schreibt, nicht einmal in Briefen an die Oma. Geschweige denn in formalistischer Geschäftskorrespondenz. Und Bestellungen "machen" – na, lassen wir es.

Schweizer nennen meine Sprache Schriftdeutsch. Weil SIE so schreiben wie ich spreche. ICH würde so nicht schreiben.

Und trotzdem: die schweizer Zeitungen lesen sich sehr angenehm. Freundlich, kompakt, klar. Ich lese schon seit Jahren kein gedrucktes deutsches Magazin mehr (ich abonniere die englisch-sprachige Vanity Fair). Wenn ich wieder anfangen würde, dann mit der NZZ.

1 Kommentar:

  1. Sehr konfus, nicht ganz richtig. Klingt nach einem Möchtegern-Autor. Mein Tipp: Schreiben. Nur so kannst du besser werden.

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