Ich habe heute etwas neues gelernt: In diesem Haus ist Wäsche-Waschen am Sonntag unerwünscht. Verriet mir eine Nachbarin. Woher sie das wisse, fragte ich. Naja, sagte sie, da hängt der Waschplan, und er enthält keine Spalte für Sonntage. Und ohne Eintrag im Waschplan kann man nicht legal waschen.
Das Irre ist, dass das funktioniert. Niemand wäscht am Sonntag. Der Mietvertrag erwähnt dieses Verbot nicht, in der Hausordnung ist es auch nicht, es ist noch nicht einmal ein Schild aufgehängt, dass auch nur impliziert, dass es unerwünscht wäre. Dass das Eintragen in den Waschplan Pflicht wäre, steht auch nirgends. Oder dass es verboten wäre, da neue Felder hinzuzufügen.
Naja, dann hab ich die Maschine eben für mich :).
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Sonntag, 31. Oktober 2010
Freitag, 5. Februar 2010
Protest gegen die Berner Konvention
Ich war so frei, mit etwas Hilfe von meinem Professor und der Sozietät für Informatik und von /ch/open einen Vortrag über Copyright und einen Protest gegen die Berner Konvention zu organisieren.
Montag, 1. Februar 2010
An das Amt für Migration der Schweiz
An das Amt für Migration der Schweiz:
Sehr geehrte Damen und Herren,
man denkt darüber nach, eine Extrasteuer für Ausländer einzuführen, weil wir die Sicherheit genießen, die die Schweiz für uns dankenswerterweise bereitstellt: Bericht im Blick.
Ich diente neun Monate in der deutschen Bundeswehr und erhielt drei Orden: Die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland, des Landes Sachsen und des Landes Sachsen-Anhalt. Ich finde das Argument, dass Ausländer gegenüber Inländern bessergestellt wären eher nicht witzig.
Im Übrigen wirkt es auf mich zynisch, eine separate Steuer für Ausländer erheben zu wollen, um ihre Sicherheit zu gewährleisten. Immerhin ist der Schutz der Bürger Hauptaufgabe des Staates überhaupt. Sicherheit ist der Grund, mit dem John Stuart Mill Steuern überhaupt einmal für moralisch zulässig hält.
Im Übrigen finden wir Ausländer es nicht besonders witzig, als Dauer-Schmarotzer betrachtet zu werden. Wir übernehmen gern alle Arten Pflichten bei der Einbürgerung. Man kann einmal in den Confederalist Papers nachlesen, warum es eine eher schlechte Idee ist, eine große Gruppe Immigranten im Land zu haben, und dann, statt sie zu Bürgern zu integrieren, ihnen extra Steuern aufzubürden und die Einbürgerung zu erschweren. Kurzfassung: Es ist einfach unmoralisch die Minderheit auszunutzen, nur weil sie neu ist.
Bis wir die Staatsbürgerschaft haben empfinden wir uns als Gäste und wir möchten gern wie Gäste behandelt werden und nicht wie die Fußabtreter der Nation, mit Extrasteuern fürs morgentliche Aufstehen.
Mit bestem Gruß,
Niko Schwarz
Montag, 30. November 2009
Minarette werden in der Schweiz verboten
Die schweizer Verfassung wird zukünfigi den Bau von Minaretten verbieten.
Die Begründung der Befürworter scheint ungefähr zu sein, dass Minarette mehr ein Symbol der Macht sind als der Religionsausübung dienen. Ich halte das für Unsinn, aber ich fände es ein schwaches Argument, für Minarette zu sein, nur weil Muslime so nette Menschen sind. Oder nur Gebäude zu erlauben, die keine Machtsymbole sind. Nehmen wir also an, Minarette wären nichts als Machtsymbole des Islam.
Da geht noch mehr, der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdoğan's sagte 1997: "Moscheen sind unsere Baracken, Kuppeln unsere Helme, Minarette unsere Bayonette und Gläubige unsere Soldaten. Diese heilige Armee beschützt meine Religion." Das Egerkinger Komitee war sich nicht zu schade, den Satz zu zitieren.
Völlig aus der Luft gegriffen ist davon nichts. Zwar ist nicht jeder Moslem ein Terrorist, aber der Anteil Muslime unter den Terroristen ist beängstigend. Wer immer die Initiative kritisiert, weil er meint der Islam eine Religion des Friedens wäre, ignoriert den sichtbarsten Teil des Islams. Und wer behauptet, die Religionsausübung hätte nichts politisches, dem kann man nur den Kopf waschen: Der Islam ist politisch so lange es ihn gibt. Und damit ist er nicht allein: Christen benutzen ihre Werte wohin immer sie gehen um damit Politik zu machen.
Und nein, christliche Werte sind nicht westliche Werte. Die modernen westlichen Werte mussten sich mit großen Opfern gegen das Christentum durchsetzen, und leiden immer noch an christlichen Tyrannen, die glauben uns anderen Stammzellenforschung verbieten zu dürfen, weil sie irgendwo in ihrem Fantasiebuch eine Zeile gefunden haben, die man nur allein so interpretieren kann, dass ihr imaginärer Freund Stammzellenforschung nicht gut findet. Mutter Theresa kämpfte dafür, Abtreibung unter Gefängnisstrafe zu stellen. Der Kampf für Freiheit ist ein Kampf gegen Religionen. Gegen sie alle. Es ist kein Zufall dass kein einziger der Gründungsväter der USA gläubig war.
Der Kampf für Freiheit ist aber auch ein Kampf dafür, dass jeder denken darf was er mag und so lange unbehelligt bleibt wie er keinem schadet. Es ist grundlegender Respekt vor anderen Menschen, dass man ihre Ansichten darüber, wie das Universum funktioniert, hinnimmt, egal wie verwirrt sie erscheinen, wenn man einmal seinen Kopf aufgeräumt hat. Das ist wichtig, denn niemand wird liberal oder als Skeptiker geboren. Es ist eine Position, die man sich gegen sich selbst intellektuell erstreitet. Es ist en Streit gegen unsere angeborenen Instinkte, gegen unsere angeborene Moral, mit der es absolut kompatibel ist Leuten das Leben schwer zu machen, die nicht zu unserer Gruppe gehören.
Man kann kein kohärentes Argument gegen Minarette vortragen, das nicht gerade so gut gebraucht werden könnte um Synagogen und Kirchtürme zu verbieten. Erdoğan listet als Träger und Symbole der islamischen Macht Minarette nur unter anderem. Gerade so gut hätte man Kopftücher oder gleich den Glauben an sich verbieten können. Natürlich wäre der Effekt größer, aber nichts von dem was Ulrich Schluer, der Haupfbefürworter, sagt, lässt sich auf Minarette mehr anwenden als auf Kopftücher, Moscheen, Kuppeln und Gläubige.
Ulrich Schluer mag jetzt einwerfen, dass Moscheen und Kopftücher für den Islam nötig sind, Minarette aber nicht. Er versteht aber auch offenbar nichts vom Islam. Das bemerkt man daran, dass er behauptet, es fände sich über Minarette nichts im Koran und daraus könne man schließen, dass es für die Religion unwichtig wäre. Er weiß nicht, dass der Islam quer über alle Geschmacksrichtungen den Hadith, die überlieferten Erzählungen über Mohammed, genau so respektiert wie den Koran. Dass etwas nicht im Koran steht kann also NIE beweisen, dass etwas nicht islamisch wäre. (Übrigens, im Hadth steht auch: "Falls jemand abtrünnig [vom Islam] wird, … so muss er geötet werden. Die Strafe ist der Tod." Das nur dazu, dass der Islam die Religion des Friedens wäre, wie die Gegner der Initiative den Islam nannten.) Die Mehrheit der Muslime informiert uns, dass Minarette für ihre Religion nötig wären.
Da wir nur höchstens ästhetisch verletzt werden müssen wir das hinnehmen. Und sie ihre Türme bauen lassen. Aus grundlegendem menschlichen Respekt. Alles andere ist das widerliche gängeln einer Minderheit, gegründet auf nichts als Xenophobie und Intoleranz.
Ist der Islam böse? Ja. Haben wir das moralische Recht, Menschen zu gängeln, weil sie etwas für wahr halten, dass der Menschheit schadet? Natürlich nicht. Das wäre absurd. Auf dem Weg zu Skeptizismus liegt viel Hokuspokus und verwirrte Ideologie. Religionsfreiheit, die Freiheit Irrsinn zu glauben, ist absolut nötig damit man zur Wahrheit erst finden kann. Es ist widerlich, die eigene kulturelle Identität, die eigene Majorität zu missbrauchen um Andersdenkende zu gängeln.
Die Begründung der Befürworter scheint ungefähr zu sein, dass Minarette mehr ein Symbol der Macht sind als der Religionsausübung dienen. Ich halte das für Unsinn, aber ich fände es ein schwaches Argument, für Minarette zu sein, nur weil Muslime so nette Menschen sind. Oder nur Gebäude zu erlauben, die keine Machtsymbole sind. Nehmen wir also an, Minarette wären nichts als Machtsymbole des Islam.
Da geht noch mehr, der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdoğan's sagte 1997: "Moscheen sind unsere Baracken, Kuppeln unsere Helme, Minarette unsere Bayonette und Gläubige unsere Soldaten. Diese heilige Armee beschützt meine Religion." Das Egerkinger Komitee war sich nicht zu schade, den Satz zu zitieren.
Völlig aus der Luft gegriffen ist davon nichts. Zwar ist nicht jeder Moslem ein Terrorist, aber der Anteil Muslime unter den Terroristen ist beängstigend. Wer immer die Initiative kritisiert, weil er meint der Islam eine Religion des Friedens wäre, ignoriert den sichtbarsten Teil des Islams. Und wer behauptet, die Religionsausübung hätte nichts politisches, dem kann man nur den Kopf waschen: Der Islam ist politisch so lange es ihn gibt. Und damit ist er nicht allein: Christen benutzen ihre Werte wohin immer sie gehen um damit Politik zu machen.
Und nein, christliche Werte sind nicht westliche Werte. Die modernen westlichen Werte mussten sich mit großen Opfern gegen das Christentum durchsetzen, und leiden immer noch an christlichen Tyrannen, die glauben uns anderen Stammzellenforschung verbieten zu dürfen, weil sie irgendwo in ihrem Fantasiebuch eine Zeile gefunden haben, die man nur allein so interpretieren kann, dass ihr imaginärer Freund Stammzellenforschung nicht gut findet. Mutter Theresa kämpfte dafür, Abtreibung unter Gefängnisstrafe zu stellen. Der Kampf für Freiheit ist ein Kampf gegen Religionen. Gegen sie alle. Es ist kein Zufall dass kein einziger der Gründungsväter der USA gläubig war.
Der Kampf für Freiheit ist aber auch ein Kampf dafür, dass jeder denken darf was er mag und so lange unbehelligt bleibt wie er keinem schadet. Es ist grundlegender Respekt vor anderen Menschen, dass man ihre Ansichten darüber, wie das Universum funktioniert, hinnimmt, egal wie verwirrt sie erscheinen, wenn man einmal seinen Kopf aufgeräumt hat. Das ist wichtig, denn niemand wird liberal oder als Skeptiker geboren. Es ist eine Position, die man sich gegen sich selbst intellektuell erstreitet. Es ist en Streit gegen unsere angeborenen Instinkte, gegen unsere angeborene Moral, mit der es absolut kompatibel ist Leuten das Leben schwer zu machen, die nicht zu unserer Gruppe gehören.
Man kann kein kohärentes Argument gegen Minarette vortragen, das nicht gerade so gut gebraucht werden könnte um Synagogen und Kirchtürme zu verbieten. Erdoğan listet als Träger und Symbole der islamischen Macht Minarette nur unter anderem. Gerade so gut hätte man Kopftücher oder gleich den Glauben an sich verbieten können. Natürlich wäre der Effekt größer, aber nichts von dem was Ulrich Schluer, der Haupfbefürworter, sagt, lässt sich auf Minarette mehr anwenden als auf Kopftücher, Moscheen, Kuppeln und Gläubige.
Ulrich Schluer mag jetzt einwerfen, dass Moscheen und Kopftücher für den Islam nötig sind, Minarette aber nicht. Er versteht aber auch offenbar nichts vom Islam. Das bemerkt man daran, dass er behauptet, es fände sich über Minarette nichts im Koran und daraus könne man schließen, dass es für die Religion unwichtig wäre. Er weiß nicht, dass der Islam quer über alle Geschmacksrichtungen den Hadith, die überlieferten Erzählungen über Mohammed, genau so respektiert wie den Koran. Dass etwas nicht im Koran steht kann also NIE beweisen, dass etwas nicht islamisch wäre. (Übrigens, im Hadth steht auch: "Falls jemand abtrünnig [vom Islam] wird, … so muss er geötet werden. Die Strafe ist der Tod." Das nur dazu, dass der Islam die Religion des Friedens wäre, wie die Gegner der Initiative den Islam nannten.) Die Mehrheit der Muslime informiert uns, dass Minarette für ihre Religion nötig wären.
Da wir nur höchstens ästhetisch verletzt werden müssen wir das hinnehmen. Und sie ihre Türme bauen lassen. Aus grundlegendem menschlichen Respekt. Alles andere ist das widerliche gängeln einer Minderheit, gegründet auf nichts als Xenophobie und Intoleranz.
Ist der Islam böse? Ja. Haben wir das moralische Recht, Menschen zu gängeln, weil sie etwas für wahr halten, dass der Menschheit schadet? Natürlich nicht. Das wäre absurd. Auf dem Weg zu Skeptizismus liegt viel Hokuspokus und verwirrte Ideologie. Religionsfreiheit, die Freiheit Irrsinn zu glauben, ist absolut nötig damit man zur Wahrheit erst finden kann. Es ist widerlich, die eigene kulturelle Identität, die eigene Majorität zu missbrauchen um Andersdenkende zu gängeln.
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